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Für Sie: Ihr Freund ist
ebenfalls wie sie, Triathlet. Konkurrieren Sie jetzt mit ihm die
schnellste Zeit?
Nina Kraft: Auf dem Rad ist
Martin schneller, beim Laufen ich. Anfangs trainierte er deshalb
heimlich…
Für
Sie: …heimlich?
Nina Kraft: Ja, weil er besser
sein wollte. Aber inzwischen freut er sich für mich. Generell haben Männer
mehr Probleme mit Konkurrenz. Wenn die im Wettkampf von einer Frau überholt
werden, geben sie Vollgas. Dabei müssten sie langsam kapieren, dass wir
Frauen das Gleiche leisten können, wenn man uns lässt.
Für
Sie: Empfinden Sie einen Triathlon manchmal als eintönig?
Nina Kraft: Es wird nie
langweilig, obwohl ich die Landschaft kaum wahrnehme. Man hört ständig
auf den Körper: Trinke und esse ich genug, stimmt der Puls, fahre ich
im Windschatten?
Für
Sie: Sie trainieren stundenlang. Wie überlisten Sie Ihren
inneren Schweinehund bei Mistwetter?
Nina Kraft: Ich brache keine
Tricks. Sport macht mir Spaß, und ich bin gern in der Natur. Laufen ist
für mich wie eine Meditation. Bei Problemen fallen mir ganz nebenbei Lösungen
ein.
Für
Sie: Wann versagt Ihre Disziplin?
Nina Kraft: Bei Süßigkeiten!
Die ziehen mich magisch an. Zum Glück sind zwei Tafeln Schokolade am
Tag kein Problem, weil ich vorher in sechs Stunden Sport genug Kalorien
verbrenne.
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02.
Januar 2003 |